Ein essenzieller Beitrag zu den wichtigsten Debatten, die unsere Gesellschaft zu zerreißen drohen.

Ein wichtiges aktuelles Thema, eine innovative Sichtweise, eine ungewöhnliche Struktur, und das alles auch noch für jeden zugänglich und leicht zu lesen – solche Bücher gibt es nur selten. Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit von Mai Thi Nguyen-Kim ist so eine Rarität.

Der getAbstract International Book Award 2021 in der Kategorie Deutsch geht an Mai Thi Nguyen-Kims Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit, denn das Buch steckt voller Informationen zu ungelösten Problemen, die uns alle beschäftigen, lehrt uns eine Art zu denken, die bei vielen Fragestellungen hilft, und ist zugleich enorm unterhaltsam.

Letzteres ist kein Wunder. Mai Thi Nguyen-Kim ist als Youtuberin mit kurzweiligen Videos zu komplexen Problemen bekannt geworden. Eher sperrige Themen wie die Pflegekrise, die Legalisierung von Cannabis oder Glyphosat werden in ihrem „Mailab“ zu Hits. Allein einer ihrer Beiträge zu Corona wurde mehr als sechs Millionen Mal gesehen. Daneben hat die promovierte Chemikerin weitere YouTube-Kanäle und Fernsehsendungen moderiert sowie seit Kurzem ihre eigene TV-Show: „Maithink X“.

Image of: Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit
Zusammenfassung (Buch)

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit

Wissenschaftliches Öl auf gesellschaftliche Wogen.

Mai Thi Nguyen-Kim Droemer
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Ihr neues Buch ist thematisch ebenso breit angelegt wie ihr YouTube-Kanal Mailab: Es geht unter anderem um die Wirksamkeit homöopathischer Mittel, den Gender-Pay-Gap, die Gefahren, die von Videospielen ausgehen, und den erblichen Anteil an der Intelligenz. Das eigentliche Thema jedoch ist die Klammer all dessen: das wissenschaftliche Denken, das es braucht, um sich in diesen Themenfeldern zu orientieren. Das setzt einige einfache Hilfsmittel voraus, die den Zugang zu Wissen eröffnen: eine gewisse Offenheit, klare Maßstäbe zur Einordnung von Fakten und eine Diskussionskultur, die bei aller Freiheit eindeutigen Regeln folgt.

Mit diesen Werkzeugen, die anhand der vielen Themen des Buches minutiös erklärt werden, lassen sich nicht nur akademische Probleme besser verstehen und lösen, sondern auch vieles, was uns Tag für Tag begegnet, von den großen Aufgaben der Politik bis zum kleinen Ärger im Unternehmen.

Und es schafft einen Rahmen für Gespräche mit Menschen, die nur schwer zu erreichen sind: Verschwörungstheoretiker, Coronaleugner, Extremisten. Das ist eine Basis, auf der wir uns mit ihnen austauschen könnten.

Damit ist es ein essenzieller Beitrag zu den wichtigsten Debatten, die zur Zeit unsere Gesellschaft zu zerreißen drohen, von Corona bis zur sozialen Gerechtigkeit. Ungeachtet seiner etlichen Qualitäten ist das einer der größten Werte dieses Buches. Es hilft, die Welt in einer Zeit zu verstehen, in der immer mehr Menschen von Fake News und Desinformation überschüttet werden und es vielen schwerfällt, zwischen Fakt und Falsch zu unterscheiden.

Mai Thi Nguyen-Kim sagt von sich selbst, sie sei eine Überzeugungstäterin: Nicht der Erfolg interessiere sie, sondern die Inhalte zu verbreiten. Das hat ihr nicht nur Freunde beschert:

Die Wissenschaftsjournalistin ist ein Hassobjekt von Internettrollen und Querdenkern. Doch in deren Wut verbirgt sich letztlich Angst – vor der Demaskierung, vor der Wahrheit. Auch das zeichnet das Buch aus: Es hat die richtigen Feinde.

Herzlichen Glückwunsch!

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