Praxisnahe Führungsratgeber

Mit diesen fünf Büchern zum Thema Führung bringen Sie „Ihre PS auf die Straße“. Zahlreiche Tipps und Tricks plus Beispiele aus der Praxis machen sie zu idealen Wegbegleitern jeder Führungskraft.

Praxisnahe Führungsratgeber

Der Protagonist einer lernfähigen Organisation

Die wohl wichtigste Voraussetzung für gutes Führen ist Kritik- und Lernfähigkeit. Also der Umstand, dass man sich als Führungskraft nicht für einen Gott hält, zu dem die Mitarbeiter aufschauen sollen. Quint Studer rät vielmehr dazu, sich als Vorbild zu definieren. Ein Vorbild, das auch Fehler macht, diese aber als Quelle eines Lernprozesses sieht. So wird man zum Protagonisten in einer lernfähigen Organisation. Wichtig ist es, sein Ego nicht künstlich aufzublasen, sondern sich selbst in den Dienst der Sache zu stellen. Dabei darf Demut nicht mit Unterwürfigkeit verwechselt werden. Es ist Aufgabe der Führungskraft, eine inspirierende Arbeitsatmosphäre zu schaffen, in der Eigeninitiative und Selbstorganisation der Mitarbeiter gefördert werden. Die Schlüssel dazu sind eine regelmäßige und fokussierte Kommunikation sowie psychologische Sicherheit. Hier erfahren Sie mehr:

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Zusammenfassung (Buch)

Handbuch Führung

Gute Führung will gelernt sein – großartige Führung erst recht.

Quint Studer Wiley-VCH
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Take-aways

  • Ein aufgeblasenes Ego ist ein Zeichen von Schwäche, Demut hingegen zeugt von innerer Stärke.
  • Kommunikation ist immer auch Beziehungsaufbau und -pflege.
  • Vermitteln Sie psychologische Sicherheit, das macht Ihr Team produktiver.

Der Sinngeber für Mitarbeiter

Wer Sinn in dem sieht, was er tut, ist besser in dem, was er tut. Diese Erkenntnis ist nicht neu, aber sie wird dennoch schnell vergessen, wenn es um die Gestaltung von Arbeitsplätzen geht. Wirtschaftspsychologe Nico Rose ruft zu achtsamer Menschenführung auf und baut dabei auf die folgenden vier Säulen: Wertschätzung, gute Beziehungen, Stärkenfokus und Autonomie. Er sagt: Die eigene Arbeit als sinnvoll zu sehen, wird auch dadurch unterstützt, sie im Gesamtzusammenhang zu begreifen. Was ist mein Anteil am Gesamtergebnis? Was leisten meine Kollegen? Wie wertvoll ist unser Angebot für den Kunden? Hier Verständnis zu schaffen, ist zum Beispiel durch Begegnungen mit Kunden und Kurzpraktika in anderen Abteilungen möglich.

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Zusammenfassung (Buch)

Führen mit Sinn

Vertrauen, Wertschätzung und gute Beziehungen – mit dem richtigen Führungsstil zu sinnerfüllter Arbeit.

Nico Rose Haufe Verlag
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Take-aways

  • Sinnerfüllte Arbeit motiviert und macht leistungsfähig. Das Gegenteil gilt für als sinnfrei wahrgenommene Tätigkeiten.
  • Regelmäßiges, zeitnahes Feedback hilft Mitarbeitern, ihre Arbeit als sinnvoll zu erleben und sich weiterzuentwickeln.
  • Als dienende Führungskraft stellen Sie das Glück Ihrer Mitarbeiter über die Ziele der Organisation.

Der Mitgestalter des eigenen Teams

Erfolgreiche Führungskräfte gestalten das eigene Team mit, indem sie den Kontakt mit Topleuten auch außerhalb der eigenen Organisation pflegen und diese bei Bedarf darüber informieren, wenn intern eine Stelle frei wird. Die Loyalty-Phase wird dabei genutzt, neue Kollegen langfristig an das Unternehmen zu binden. Dafür widmet man dem „Neuen“ seine Zeit, lässt ihn nicht allein und stellt alle wichtigen Informationen zur Verfügung. Effektiv ist es auch, wenn der neue Kollege den anderen Teammitgliedern in den ersten Tagen über die Schulter schauen darf.

Auf der anderen Seite ist es wichtig, „faule Eier“ gleich wieder auszusortieren. Definieren Sie Aufgaben und Ziele zu Beginn genau und besprechen Sie diese mit dem neuen Mitarbeiter. Erfüllt er diese nach einer festgelegten Zeit nicht, sollten Sie mit ihm sprechen. Stellt sich dann keine Besserung ein, trennen Sie sich, bevor die Stimmung im Team kippt.

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Der Mitarbeiter-Magnet

So kriegen und halten Sie die Besten.

Michael Asshauer Haufe Verlag
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Take-aways

  • Mit guter Führung und motivierenden Extras binden Sie neue Mitarbeiter nachhaltig ans Unternehmen.
  • Machen Sie Ihre Mitarbeiter zu Multiplikatoren, indem Sie sie in einem Blog oder Podcast zu Wort kommen lassen oder ihnen ein frei verfügbares Weiterbildungsbudget gewähren.
  • Interesse wecken Sie unter anderem, indem Sie als Chef Kontakt zu Topleuten halten.

Der loyale Ansprechpartner

Das Konzept von „New Work“ setzt auf mehr Selbstbestimmung statt mehr Hierarchie, auf Kreativität und Innovation statt Leistungsdruck und Angst vor Fehlern. Ein Patentrezept, das in allen Unternehmen wirkt, gibt es aber nicht: Jeder muss für sich die eigene Balance zwischen Mitarbeiterwohl und Unternehmenserfolg finden. Zentrales Element ist hier die Unternehmenskultur. Und für die ist die HR-Abteilung verantwortlich. Sie sorgt durch die Förderung der eigenen Mitarbeiter, Gestaltung von Stellen und vor allem durch die Auswahl neuer Mitarbeiter für die Grundlage der Unternehmenskultur: die Menschen innerhalb der Organisation. Wichtig ist es, die Motivation jedes einzelnen zu kennen und den nötigen Raum zu schaffen, sodass motivierte Mitarbeiter eigenständig agieren können. Eine Führungskraft pflegt in diesem Umfeld eine vertrauensvolle und respektvolle Beziehung zu ihrem Team.

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Zusammenfassung (Buch)

Besser arbeiten

Freude, Freiheit und Sinn am Arbeitsplatz – wie es gelingt und was es bringt.

Nico Rose und Bernd Slaghuis Haufe Verlag
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Take-aways

  • Geben Sie Quereinsteigern eine Chance und öffnen Sie sich für neue Arbeitszeit- und Karrieremodelle.
  • Pflegen Sie zu Ihren Mitarbeitern persönliche, respektvolle Beziehungen auf Augenhöhe.
  • Hauptaufgabe der Personalabteilung muss es sein, die Unternehmenskultur zu verbessern.

Der strukturell gut aufgestellte Teamleader

Das Verhältnis der Führungskraft zum gesamten Team in den Mittelpunkt stellen – dazu raten Andre M. Schmutte, Nele Graf und Stephanie Rascher. Die Methoden der „synergetischen Führung“ unterstützen Führungskräfte dabei, sich auf ihre Kernaufgaben zu konzentrieren, um Komplexität und Wandel zu bewältigen. Nach außen hin zeigt ein synergetisch geführtes Team Geschlossenheit, nach innen geht es um Zusammenhalt. Um sich als Einheit zu fühlen, braucht ein Team eine eigene Identität, also ein Wir-Gefühl und eine klar definierte Außengrenze. Aufgabe der Führungskraft ist auch die Struktur in ihrem Team: Wer macht was? Und welche Verantwortung hat sie oder er dabei? Je klarer Aufgaben, Rollen und Verantwortlichkeiten verteilt sind, desto reibungsloser am Schluss der Ablauf.

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Teamlead – Führung 4.0

Teams als soziales System verstehen und zur Höchstleistung bringen.

Andre M. Schmutte, Nele Graf und Stephanie Rascher Springer Gabler
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Take-aways

  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Team Prozesse, Strukturen und Ergebnisse laufend reflektiert.
  • Durch Differenzmanagement grenzen Sie Ihr Team nach außen ab, geben ihm eine Identität und eine Stimme.
  • Synergetische Führung hilft Teams, ihr Potenzial voll auszuschöpfen.
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