Selbstmanagement – Die Kunst, sich selbst in den Griff zu kriegen

Organisieren Sie sich selbst, so organisieren sich viele andere Dinge gleich mit. Umgekehrt gilt: Wer sich nicht im Griff hat, sät Chaos – und merkt das meist nicht mal.

Wie sagte der Arbeitseffizienz-Guru David Allen so schön? „Getting things done“ – die Dinge geregelt kriegen. Darum geht es beim Selbstmanagement. Es ist die Fähigkeit, unabhängig und selbstständig berufliche und private Entscheidungen treffen zu können. Dazu gehört, sich klare Ziele zu setzen, die sinnvoll und realistisch sind: So haben Sie Ihre Aufgaben im Blick, wissen Ihre Zeit effektiv einzusetzen und verfügen über ein hohes Maß an Selbstkontrolle. Sie schaffen es, Ihre Reaktionen bewusst zu steuern.

Eine gute Führungskraft agiert, sie beschränkt sich nicht aufs Reagieren.

Selbstmanagement ist das A und O, wenn es darum geht, Mitarbeitern Vorbild zu sein. Wenn Sie sich und Ihren beruflichen wie auch privaten Kram nicht im Griff haben, werden Ihre Mitarbeiter recht schnell den Respekt Ihnen gegenüber verlieren. Daher ist es wichtig, dass Sie jeden Tag aufs Neue an sich arbeiten. Trainieren Sie, sich selbst im Kontext der Situation zu sehen. Experten sprechen hier von Selbstreflexion und meinen, dass man seine eigenen Motive, Emotionen und Fähigkeiten hinterfragt. Warum verhalte ich mich jetzt wie ich mich verhalte?

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Zusammenfassung (Buch)

Selbst- und Zeitmanagement

Zeit ist eine kostbare Ressource – nutzen Sie sie klug!

Martin Kleinmann und Cornelius König Hogrefe
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Organisiert lassen sich auch viele Dinge „parallel“ erledigen

Gut organisiert den Tag gestalten – das bedeutet auch, Stress zu minimieren. Im Grunde ist Stress immer hausgemacht. Wir selbst setzen uns unter Druck, weil wir zu wenig zeitliche Pufferzonen eingebaut oder Dinge zu lange hinausgezögert haben. Oder wir verzetteln uns, weil einfach zu viel zu tun ist oder wir zu viele Dinge parallel machen. Das berühmte Multitasking, an dem nicht immer ein gutes Haar gelassen wird.

Ob durch Multitasking Stress entsteht oder nicht, scheint auch von der subjektiven Bewertung der Aufgabe abzuhängen.

Andreas Zimber

Dabei ist es gar nicht schlimm, mehrere Dinge parallel zu erledigen und es sorgt auch nicht zwangsläufig für Stress. Denn oft ist es einfach der Eindruck, dass wir vieles gleichzeitig tun. Dabei führen wir die Dinge eigentlich seriell aus, also hintereinander. Oder wir wechseln konstant zwischen verschiedenen Handlungen. Unser Gehirn kann dummerweise aber nicht parallel auf verschiedenen Baustellen tanzen.

Daher: Zwischen verschiedenen Aufgaben hin und her zu wechseln, ist per se nicht schlimm. Wichtig ist, dass Sie sich dazwischen nicht verzetteln, und dazu gehört ein guter Zeitplan. Hier erfahren Sie, was Sie zum Erstellen desselben wissen müssen:

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Zusammenfassung (Buch)

Gesund trotz Multitasking

Multitasking ist besser als sein Ruf – mit der richtigen Einstellung lassen sich schädliche Folgen vermeiden.

Andreas Zimber Springer
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Steigern Sie Ihre Effektivität

Selbstmanagement bedeutet, effektiv zu handeln, zu arbeiten. Hier noch ein paar Tipps, wie Ihnen das im täglichen Arbeitsleben am besten gelingt:

  • Haushalten Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit.
  • To-Do-Listen helfen, wenn sie nicht zu lang sind. Halten Sie zu erledigende Dinge also schriftlich fest!
  • Vermeiden Sie Produktivitätskiller wie aufeinanderfolgende Meetings und fehlende Prioritäten.
  • Hören Sie auf, (unangenehme) Dinge vor sich herzuschieben.
  • Arbeiten Sie nach Terminkalender und Aufgabenliste, und sortieren Sie Ihre Mails entsprechend.
  • Wenn Sie Aufgaben delegieren, geben Sie Ihren Mitarbeitern Spielräume. 
  • Wer keine Zeit zum Lesen hat, hört Podcasts – und das geht auch auf dem Arbeitsweg!
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