Mehr Stress, weniger Sicherheit?

Es sieht doch eigentlich ganz gut aus: Die Schweiz bleibt laut zweier Studien auch 2019 international wettbewerbsfähig und wohlhabend. Wie aber steht es um die Arbeitsbedingungen?

Photo Vlad Kiselov, Unsplash
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Die Schweiz gehört auch 2019 zu den fünf wirtschaftlich wettbewerbsfähigsten Ländern der Welt, sie führt ausserdem die Tabelle der Nationen nach dem höchsten Pro–Kopf–Wohlstand an. Die Arbeitnehmer im Land sind allerdings nicht gänzlich zufrieden. Die Arbeitsbedingungen hätten sich verschlechtert, heisst es aus der Umfrage „Barometer Gute Arbeit“ von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden. Seit 2015 führt der Verband jährlich und in Zusammenarbeit mit der Berner Fachhochschule diese Befragung unter einer repräsentativen Gruppe von 1,500 Arbeitnehmern durch. In allen drei Hauptbereichen der diesjährigen Umfrage – Gesundheit, Motivation und Sicherheit – wurden fallende Werte und sogar Rekordtiefs verzeichnet. Woran liegt’s?

Viele Arbeitnehmer „sorgen sich zunehmend um ihren Arbeitsplatz“, heisst es. Der „Stress und die psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz nehmen zu,“ beginnt die Medienmitteilung des Verbands. Entsprechend schlecht schnitt die Schweiz in der Kategorie Gesundheit ab.  Überstunden und permanente Erreichbarkeit belasten die mentale Gesundheit; die Flexibilisierung von Arbeitszeiten wirke sich „einseitig“ zugunsten des Arbeitgebers aus, sagt Travail.Suisse.

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Arbeitszeitmodelle der Zukunft

Mit flexiblen Arbeitszeiten zu höherer Produktivität und positivem Arbeitgeberimage.

Ulrike Hellert Haufe Verlag

Beraterin und Soziologin Maren Lehky sprach mit getAbstract darüber, wie Stress ein Unternehmen beeinträchtigen kann: „In vielen Betrieben nimmt das Thema der psychischen Gesundheit einen Platz in Führungstrainings ein und gesunde Führung ist etwas, das ernster genommen wird. Dabei ist der Treiber sicherlich weniger die Mitmenschlichkeit als vielmehr die wirtschaftliche Notwendigkeit.”

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Akku leer und noch 20 Jahre zu arbeiten? Diese Strategien eröffnen neue Perspektiven.

Maren Lehky Campus Verlag

Aus der Travail.Suisse–Umfrage geht ebenfalls hervor, dass knapp ein Drittel der Befragten im letzten Jahr keine Weiterbildung verfolgt hat. Dies sei, so der Verband, „gerade angesichts der Digitalisierung bedenklich“. Fast die Hälfte der Arbeitnehmer fühlen sich ausserdem durch den Arbeitgeber nicht zur Weiterbildung gefördert. Aber: Wie sollte die Rollenaufteilung hier bestenfalls aussehen?

Für Patrick Brigger, Mitgründer und COO von getAbstract, spielt Weiterbildung beim Meistern neuer Herausforderungen eine fundamentale Rolle: „Solange es gut läuft, sehen Unternehmen oft keine Notwendigkeit, ihre Weiterbildungsangebote anzupassen. Das ist gefährlich, denn die digitale Arbeitswelt ist immer kürzer getaktet und schnelllebiger. Unternehmen tun also sehr gut daran, ihre Mitarbeiter im Fluss des Berufsalltags mit effizienter, relevanter Weiterbildung zu unterstützen – das ist nicht weniger als eine Investition in die Zukunft.“

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Die Orbit-Organisation

Wer sich dem digitalen Wandel verschließt, wird vom Markt verschwinden.

Anne M. Schüller und Alex T. Steffen GABAL Verlag

Nächste Schritte:
Wer noch mehr zum Thema wissen will, findet folgende Kanäle mit relevantem Wissen bei getAbstract: Motivation, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Vertrauen, Stressmanagement, Arbeitszeitmodelle

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