Warum sollten Unternehmen dauerhaft die Schulbank drücken?

Sich auf den Lorbeeren ausruhen kommt auch in Unternehmen nicht gut, denn lernunfähige Organisationen sind dem Untergang geweiht.

Blackberry hat sich solange gegen den Touchscreen gewährt, bis man eben keinen Umsatz mehr machte. Nokia hat es ihnen gleichgetan und wurde schlussendlich von Microsoft aufgekauft. Und Kodak wollte von digitalen Kameras nichts wissen, und hat seine Spitzenposition in der Fotografie gegen die Ersatzbank getauscht.

Das sind nur drei Beispiele, wie namhafte Unternehmen offenen Auges gegen die Wand gerannt sind, einfach, weil man nicht lernfähig war und sich auf den Lorbeeren ausgeruht hat. Doch wer heute in der sich immer schneller verändernden Wirtschaft noch mithalten will, muss sich immer wieder aufs Neue anpassen. Wie Unternehmen und Organisationen durch Lernfähigkeit ihr Überleben sichern, und wie das aktiv umgesetzt werden kann, dazu hier einige Anregungen aus unserer Bibliothek:

Der Klassiker

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Zusammenfassung (Buch)

Die lernende Organisation

Ein Klassiker der Organisationsentwicklung – immer noch lesenswert.

Chris Argyris und Donald A. Schön Schäffer-Poeschel
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  • Nicht nur Individuen, sondern auch Organisationen und ihre Teile sind lernfähig.
  • Führungskräfte müssen eine Atmosphäre des offenen, sachlichen, kontinuierlichen Austauschs schaffen, der alle Beteiligten, Perspektiven und Alternativen einschließt.
  • Für die Theorie des organisationalen Lernens sind sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch Erfahrungen von Praktikern relevant.

Die Grundlagenbibel

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Zusammenfassung (Buch)

Die fünfte Disziplin

Lernfähigkeit – die einzige Schlüsselqualifikation, die Unternehmen langfristig einen Wettbewerbsvorteil sichern kann.

Peter M. Senge Schäffer-Poeschel
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  • Das systemische Denken ist die Grundlage der Lernenden Organisation.
  • Der herkömmliche instrumentelle Begriff des Lernens und auch der Arbeit widerspricht dem höheren Bedürfnis des Menschen nach Arbeit und Lernen als Selbstzweck.
  • Das systemische Denken wird als fünfte Disziplin bezeichnet, weil es vier andere Kernfunktionen voraussetzt.

Der Kritiker

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Das Regenmacher-Phänomen

Das Leitbild der lernenden Organisation schafft keine solche – aber Lerneffekte gibt es trotzdem zuhauf.

Stefan Kühl Campus Verlag
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  • Das Konzept der lernenden Organisation soll mehr Flexibilität bewirken, enthält aber eine Reihe von Schwächen. Immerhin dient es als veränderungsfreundliches Leitbild.
  • Ein veränderungsfreundliches Leitbild hilft dabei, Risiken trotzdem einzugehen: Es vermittelt Sicherheit und schützt Verantwortliche vor Selbstzweifeln.
  • Konzepte wie das der lernenden Organisation suggerieren Rationalität. Sie bewirken zwar nicht, was sie vorgeben, doch sie können helfen, zu tun, was dringend nötig ist.

Der Psychologe

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Zusammenfassung (Buch)

Die resiliente Organisation

Wer resilient ist, kann Rückschläge besser verkraften. Was für Menschen gut ist, kann für Unternehmen sicher nicht schlecht sein.

Karsten Drath Haufe Verlag
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  • In resilienten Unternehmen ist man dankbar für Fehler, denn sie ermöglichen Wachstum durch Lernen.
  • Postmoderne Organisationen setzen nicht auf einseitige Leistungsorientierung, sondern auf Sinnhaftigkeit, Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit im Arbeitsalltag.
  • Resiliente Unternehmen beschäftigen sich freiwillig mit der Vorbereitung auf denkbare Krisenszenarien.

Der Zukunftsweisende

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So werden wir lernen!

Ein Blick in die Zukunft des betrieblichen Lernens.

John Erpenbeck und Werner Sauter Springer Gabler
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  • Kompetenzziele, Selbstorganisation und bedarfsorientiertes Lernen am Arbeitsplatz prägen das betriebliche Lernen der Zukunft.
  • Personalentwickler werden künftig zum Kompetenzmanager und Trainer zum Mentor des Lernenden.
  • Triale Kompetenzentwicklung bedeutet: Der Lernende bekommt neben einem menschlichen Lerngenossen einen „Human Computer“ als zweiten Lernpartner.
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