Rosige Zeiten für Weiterbildung

Vom 13. bis 19. Mai findet die „Learning at Work Week“ statt. Diesmal geht es um das Thema „Die Zukunft gestalten“. Weise gewählt, denn in Zeiten massiver Digitalisierung und disruptiver technologischer Umbrüche brauchen wir vor allem eines: Mitarbeiter und Führungskräfte, die die Zeichen der Zeit erkennen, sich ihnen stellen und das Unternehmen in die Zukunft […]

Rosige Zeiten für Weiterbildung
Confident mid adult college student raises her hand to ask or answer question while attending a college class.

Vom 13. bis 19. Mai findet die „Learning at Work Week“ statt. Diesmal geht es um das Thema „Die Zukunft gestalten“. Weise gewählt, denn in Zeiten massiver Digitalisierung und disruptiver technologischer Umbrüche brauchen wir vor allem eines: Mitarbeiter und Führungskräfte, die die Zeichen der Zeit erkennen, sich ihnen stellen und das Unternehmen in die Zukunft führen können.

Neu, neu, neu! Alles wird neu und anders, wenn man den aktuellsten Untersuchungen über die Ziele der beruflichen Weiterbildung glauben darf. Eine aktuelle Studie der OECD prognostizierte schon Ende 2018 einen dramatischen Wandel der Jobs in Deutschland. Vor allem die Digitalisierung bedrohe jeden fünften Arbeitsplatz. Was da hilft: vor allem eine konsequente berufliche Weiterbildung. Das Berufsausbildungssystem in Deutschland sei führend, bei der beruflichen Weiterbildung gäbe es aber noch Luft nach oben, schreiben die Autoren der OECD-Studie.

Wie gut, dass es die „Learning at Work Week“ gibt: Jedes Jahr aufs Neue erinnert die von der englischen Initiative „Campaign für Learning“ ausgerufene Woche Unternehmen daran, neue Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung am Arbeitsplatz auszuprobieren. getAbstract beteiligt sich mit drei Buchanregungen, die sich allesamt mit dem diesjährigen Motto beschäftigen. Das Motto hat drei Aspekte – und für jeden dieser Aspekte haben wir eine Empfehlung für Ihre persönliche Weiterbildungsleseliste.

Offen für die Zukunft

Wer dieses Mindset tatsächlich im Unternehmen verwurzeln will, muss sich und seinen Mitarbeitern ein neues Denken antrainieren – eines, das der Zukunft gewachsen ist. Das propagiert Sozialwissenschaftler Bernhard von Mutius in seinem Buch Disruptive Thinking. Disruptives Denken ist wie eine Quadratur des Kreises: Man schaut neben der Fahrbahn nach, ob da etwa Unwägbarkeiten lauern, in die man bei der nächsten Abfahrt unweigerlich gerät. Und das passiert natürlich stets bei laufendem Motor, neben dem aktuellen Tagesgeschäft und den allgemeinen Unternehmensstrategien. Querdenken, vernetztes Denken und eine Offenheit für die Zukunft gehören genauso dazu wie eine Neigung zum Experimentieren. Unternehmen, die diese Tugenden bei ihren Mitarbeitern wachrufen, gehört die Zukunft.

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Bereit für die Zukunft

Aber wie schaffen es Unternehmen, diese Tugenden aus ihren Mitarbeitern herauszukitzeln? Eine Möglichkeit ist Agiles Lernen, wie es die Unternehmensberater Nele Graf und Frank Edelkraut in ihrem Buch systematisch entwickeln. Ausgehend vom „agilen Manifest“, das die Softwarebranche Anfang der 2000er-Jahre radikal umgekrempelt hat, muss auch die Lernkultur im Unternehmen eine ganz andere werden. Hin zum individuellen, selbstgesteuerten Lernen, das kontinuierlich stattfindet, und nicht in quartalsweisen oder gar jährlichen Fortbildungsrunden. Die Rolle der für die Weiterbildung zuständigen Personaler ändert sich ebenfalls: Sie bestimmen nicht mehr, was die Mitarbeiter lernen sollen, sondern sie ermöglichen ihnen, die selbst gesteckten Lernziele zu erreichen. Dafür kommen dann auch innovative und vor allem zeitnah verfügbare sowie fein dosierbare Lernformen zum Einsatz.

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Zukunft aktiv gestalten

Eine dieser neuen Lernformen beleuchtet Constantin Gillies in seinem Artikel Lernen mit Alexa & Co. für das Weiterbildungsmagazin managerSeminare. Wer schon mal dabei zugehört hat, wie sich kleine Kinder mit den digitalen Sprachassistenten Alexa oder Siri „unterhalten“, ahnt, welche Möglichkeiten der intuitiven sprachbasierten Wissensvermittlung sich hier auftun. Die Systeme lauschen und sprechen fortwährend und die dahinterliegende künstliche Intelligenz verbessert die Verstehensbasis der Sprachassistenten in einem rasanten Tempo. Die Vision: individuelle Fortbildungen mit Tutor Alexa, die sich auf das persönliche Tempo und die spezifischen Lernziele des Nutzers einstellt. Noch ist das Zukunftsmusik, aber eine ziemlich flotte.

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